Mittwoch, 18. Juni 2014

Kulturtipp für Berlin: Clara Schumann Chor am 20. Juni 2014 in der Hofkirche Köpenick

Unter dem Titel Der Traum will nicht vergehn präsentiert der Clara Schumann Frauenchor Lieder der Romantik.
Mal abgesehen davon, dass ich generell Musikfan bin, liebe ich Chöre. Der Clara Schumann Chor ist einer meiner Favoriten. Da stehen so zirka 30 bis 40 Frauen im Saal - aus ganz unterschiedlichen Berufen und Altersgruppen, und sie singen vierstimmig. Das hört sich unwahrscheinlich schön an. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass ich regelmäßig Gast bin bei den Konzerten. Das Repertoire ist vielseitig, vom Barock bis in die Moderne, von der Klassik bis zum Volkslied, und vieles ist sehr schwer zu singen. Pro Jahr gibt es neben diversen Kurzauftritten ein großes Adventskonzert und ein immer sehr außergewöhnliches Sommerkonzert, in diesem Jahr in der Hofkirche in Köpenick. 

Diesmal gibt es ein Programm, das sich auf Lieder der Romantik konzentriert. Der Bassist Sascha Glintenkamp wird als Solist auftreten, am Piano sitzt Rainer Christian Bürgel. Ich bin schon sehr gespannt!

Termin: Freitag, 20. Juni 2014 
Zeit: 18:00 Uhr
Ort: Hofkirche Köpenick, Bahnhofstraße 9, 12555 Berlin
Eintritt: 8 Euro (Karten an der Abendkasse)
Vorbestellungen bei Heike Wollmeyer, Telefon: 030 431 57 31

Wir sehen uns ...


Montag, 2. Juni 2014

Rezepte vom Mauerkind: Hühnerherzen

Dies ist ein Rezept aus meiner Kindheit im geteilten Berlin. Damals gab es mauer- und transitbedingt wenig frische Ware, die außerdem extrem teuer war, denn es musste ja alles (ich wiederhole: alles!) über die Transitwege nach Berlin gebracht werden. Frisches Geflügel war nahezu unerschwinglich. Da waren Hähnchenherzen eine willkommene und preiswerte Alternative.
Für 4 Personen braucht man:
1000 g frische Hähnchenherzen (gibt’s z. B. beim türkischen Fleischer, Kilopreis ca. 3 Euro), 1000 g Champignons (egal, ob weiß oder braun), 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 80-100 g Butter, 125 g saure Sahne, ca. 3 Esslöffel Senf, 1 Bund Schnittlauch, Salz, Pfeffer, Paprikapulver (scharf), evtl. ein bisschen gute Hühnerbrühe
Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten.
HH1HH2Und schon geht’s los: Die Herzen putzen – das geht am besten, wenn man mit einem scharfen Messer einfach das obere Viertel abschneidet. Danach Herzen gründlich mit kaltem Wasser waschen und abtropfen lassen. Zwiebel in feine Würfel schneiden. In einer möglichst großen Pfanne Butter auslassen, Zwiebelchen rein und glasig braten. Denn man rin mit die Herzchen! Salzen und pfeffern kann man sie auch gleich. Während die Herzen von allen Seiten anbraten und einen köstlichen Duft verbreiten, kann die gut gelaunte Köchin in aller Seelenruhe die Champignons entweder halbieren oder vierteln, je nach Größe.
CH1
In einer zweiten1 Pfanne die gesalzenen und gepfefferten Pilze ohne Fett oder mit wenig Butter recht scharf anbraten und nach ca. 10 Minuten mitsamt der verbliebenen Flüssigkeit zu den Herzen geben. Falls zu wenig Flüssigkeit, Hühnerbrühe angießen. Saure Sahne dazu und einrühren, dito den Senf – abschmecken … nee, Leute, dit is mir zu laff! Da jeht doch noch wat, oda? 
Also noch ein, zwei Löffelchen Senf dazu, ein bisschen Paprikapulver drüber, alles vermengen und abschmecken. Deckel druff und noch 10 Minuten auf kleiner Hitze schmoren lassen. Währenddessen Schnittlauch putzen und in Röllchen schneiden. Vor dem Anrichten den Schnittlauch über die Speise geben – fertich!
HH3Dazu wird Reis oder Brot gereicht.
Die einzige Zutatenveränderung: frische Champignons. Wir hatten Champignons aus dem Glas oder aus der Dose. Bis weit in die 70er Jahre, als sich die Tiefkühlkost langsam durchsetzte, war die Konserve nicht nur üblich, sondern die Norm. Praktisch jedes Gemüse, von der grünen Bohne über den Spargel bis zur Kirsche, kam aus der Büchse oder aus dem Glas. Von diesen Konserven hatten wir riesige Mengen gehortet, so wie es der Senat für alle Haushalte empfahl, und zwar für den Fall einer neuen Berlin-Blockade. Es gab sogar Suppenhühner als Konserve, aus Formosa (heute Taiwan). Sie waren gegart und mit Knochen in hohe Dosen verpackt. Diese Hühner hatten eine unvergleichlich labberige Konsistenz, und zwar inklusive der Knochen, die so weich waren, dass man sie mitessen konnte.
  1. Natürlich brauchten wir früher keine zweite Pfanne. Meine Mutter hat die Dosenchampignons zu den angebratenen Herzen gegeben. Ganze Champignons – die teuren! 

Freitag, 23. Mai 2014

Die Schreibstube unterwegs - das Schöneberger Südgelände

Beim letzten Stammtisch haben wir es beschlossen, und nun ist es so weit: Wir machen wieder einen Ausflug! Diesmal bleiben wir in Berlin, denn auch hier gibt es viel zu entdecken.

Unser Ziel ist das Schöneberger Südgelände, von dem wir alle schon viel Gutes gehört haben: Das vollkommen verwilderte Areal des ehemaligen Rangierbahnhofs Tempelhof wurde behutsam für Besucher begehbar gemacht und bietet Eisenbahnromantik und viel Natur. Hier der Link: Schöneberger Südgelände

Wir treffen uns 
Sonntag, 25. Mai 2014 um 11 Uhr (gleich nach dem Besuch im Wahllokal!),
am Haupteingang zum Naturpark Südgelände
direkt am S-Bahnhof Priesterweg (südlicher Ausgang)

Zum Ablauf: Wir planen einen gemütlichen Spaziergang, bei dem alle mithalten können. Ich bringe ein bisschen Infomaterial mit. Vor Ort gibt es ein Café, das sehr gut sein soll. Dort wollen wir zum Abschluss einkehren. 

Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos.
Der Parkzugang kostet 1 Euro 
(bitte passend, weil Kassenautomat). 

Alle Gäste sind herzlich willkommen!


Und hier schon eine Vorankündigung - unser nächster Ausflug führt nach Köpenick!

... der Traum will nicht vergehn. 
Lieder der Romantik mit dem Clara-Schumann-Frauenchor 
am 20. Juni 2014 um 18:00 Uhr 
in der Hofkirche Köpenick




Samstag, 19. April 2014

Frohe Ostern!

Die Friedenauer Schreibstube 
wünscht allen Leserinnen und Lesern 
frohe Ostern und schöne Feiertage!

Foto: Gabriele Sikorski

Mittwoch, 16. April 2014

Als Dozentin unterwegs ... Sprichwörter

Was für eine hübsche Idee! Sprichwörter werden verdreht und neu kombiniert. Es ist erstaunlich, welch tiefe Wahrheit manchmal in den vertauschten Formulierungen liegt. Link zum Sprichwortrekombinator

Unerreicht allerdings ist immer noch die Kreation meiner Schulfreundin Bärbel, die dereinst sprach:
"Das ist der Funke, der das Fass zum Überlaufen bringt."

Foto: Gabriele Sikorski
In meinen Schreibkursen und Workshops arbeite ich gern zum Warmup oder zur Auflockerung zwischendurch mit Sprichwörtern. Woher kommen sie? Was bedeuten sie?
Sprichwörter und Redewendungen sind gelebte Sprachgeschichte und vielleicht deshalb so beliebt. Schon lange und ebenfalls sehr gern entwickle ich Übungen mit verballhornten Sprichwörtern - und verwende dafür eine Art analogen Sprichwortrekombinator: Man schreibt ein Sprichwort oder eine Redewendung in zwei Teilen auf und setzt sie dann neu zusammen: "Wer andern eine Grube gräbt, braucht für den Spott nicht zu sorgen." Oder "Morgenstund ist aller Laster Anfang."

Eine andere Übung besteht darin, dass man versucht, einen ähnlich klingenden Begriff für den inhaltlichen Kern eines Sprichworts zu finden, oder man vertauscht Wortanfänge.

Hier ist also Kreativität gefragt! "Sich sägen bringt Regen.", oder: "Was lange gärt, wird endlich Wut!", sind einige der bekanntesten Kreationen. Im nicht nur für Deutsch-Lehrkräfte sehr empfehlenswerten Portal "Deutsch und deutlich" findet man Arbeitsblätter hierzu. Hier ist ein sehr schönes:

No. 1 in meinen Kurs-Charts ist zurzeit: "Ewig währt am längsten.", gefolgt von "Der Scheck heiligt die Mittel."

Und wer sich nun so richtig dafür interessiert - es gibt ein Portal für Redensarten mit einem richtig guten Quiz in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Link zum Redensarten-Index:


Mittwoch, 9. April 2014

Neues aus der Schreibstube

Der Winterschlaf ist endlich beendet - mit dem Grün sprießen auch neue Ideen, und nach einem zwar äußerlich sehr milden und ruhigen, aber für mich sehr lebhaften Winter mit viel Arbeit geht es nun auch im Blog endlich weiter!

Die Nachrichten des Tages: 

Neue Würstchenschrift! Sie wurde geliebt von allen Hobbydesignern, die gern mal 'ne Geburtstagskarte oder ein Kitafest-Plakat entwerfen - die Schrift "Comic Sans". "Sans" steht für "ohne", und das bedeutet, wie immer bei Schriften: "ohne Serifen". Serifen sind wiederum die kleinen Beinchen an den Buchstaben, so wie hier. Dies hier ist "Times", eine Serifenschrift.
Ich hab sie seinerzeit, als ich sie kennenlernte, "Würstchenschrift" getauft - wegen der auffälligen Rundungen an den Buchstabenabschlüssen - als hätte man die Buchstaben aus langen Wienern gelegt. Comic Sans war absolut verhasst bei den Profis, und ich als ambitionierter Halbprofi mochte sie ebenfalls nicht. Vielleicht weil sie so sehr nach kindlichem Gekrakel und so wenig nach seriösem Schriftbild aussah? Nun also gibt's "Comic Neue". Hier könnt ihr sie euch, natürlich kostenlos, runterladen und selbst sehen, ob sie euch gefällt: 


Link zu Comic Neue

Das komplette Team am Set - Foto: Gabriele Helbig
Die Schreibstube auf Achse
Gestern durfte ich mal wieder Regie führen, und zwar für einen kleinen Imagefilm, zusammen mit einem der begabtesten, freundlichsten und vernünftigsten jungen Kameramänner, die ich kenne: Moritz Kerst. Weitere Infos folgen!

Dienstag, 29. Oktober 2013

Halloween-Lesung mit der Schreibstube!

Am kommenden Donnerstag findet in Berlin eine Lesung statt, die aus unterschiedlichen Gründen etwas ganz Besonderes ist:



1. Es lesen drei Berliner Autorinnen. 
2. Sie lesen Schauriges und Gruseliges, passend zu Halloween.
3. Die Drei sind miteinander befreundet.
4. Zwei der Damen stellen ihr erstes gemeinsames Projekt vor.
5. Und die Schreibstube ist dabei!

Es geht um Vampire, Voodoo, Tattoos, Rache, Blut, Dämonen und um Friedenau von seiner düstersten Seite ...


Die Autorinnen sind: 
Linda K. Heyden (NOVEMBERMOND, veröffentlicht im November 2012)
Gabi Helbig (NUR DEIN BESTES, 2012/13, ZWEI FRAUEN - EIN GEDANKE, 2013)
und ich, Gaby Sikorski (u. a. DER RATGEBER FÜR DEN FAULEN HAUSHALT, 2006, ZWEI FRAUEN - EIN GEDANKE, 2013

Wir freuen uns!

Zeit: Donnerstag, 31. Oktober 2013, um 21:30 Uhr
Ort: Restaurant Greek Style, Dickhardtstr. 55, 12159 Berlin-Friedenau

Der Eintritt ist kostenlos.
Telefonische Anmeldung unbedingt erforderlich unter: 030 2363 1025.